SYMPTOME

Die Symptome

Das gesunde Auge ist immer von einem geschlossenen Tränenfilm überzogen. Er hält es feucht und macht es weniger empfindlich gegenüber Umwelteinflüssen wie Keimen oder Fremdkörpern. Verteilt wird die Tränenflüssigkeit mit jedem Lidschlag. Diesen steuert das vegetative Nervensystem, sodass wir ihn in der Regel gar nicht wahrnehmen.

Erst wenn der Tränenfilm nicht mehr lückenlos ist und das Auge trocken wird, werden wir uns dieses Systems bewusst. Feinste, um ganzen Auge verteilte Nervenenden melden dann dem Gehirn: Achtung, der Tränenfilm ist gestört und bekommt Risse. Dann reagiert der Körper mit verschiedenen Symptomen. Welche das sein können, stellen wir Ihnen im Folgenden vor.

Müde Augen, Juckreiz und Brennen

Müde Augen, Juckreiz und Brennen

Der Tränenfilm ist die Schutzschicht des Auges. Bekommt sie Lücken, ist dieses nun direkt Umwelteinflüssen ausgesetzt. Die Folge: Oft jucken die Augen, brennen oder Sie haben ein Fremdkörpergefühl. Das kann beim trockenen Auge auch ohne tatsächlichen Fremdkörper entstehen. Durch den fehlenden Gleitfilm wird nun das Lid selbst als Fremdkörper wahrgenommen.
Das belastet das Auge und lässt es schneller ermüden.

Schmerzen oder Druckgefühl

Schmerzen oder Druckgefühl

Wenn Sie erste Anzeichen und Symptome ignorieren und nicht handeln, können diese sich weiter verschlimmern. Es entstehen Schmerzen oder Sie haben ein unangenehmes Druckgefühl im Auge. Letzteres entsteht durch die Überlastung der Drüsen von Lid und Bindehaut.

Rötung der Bindehaut

Rötung der Bindehaut

Die strapazierte Bindehaut kann neben dem Druckgefühl aber auch mit Rötung reagieren. Durch den stärkeren Kontakt zur Umwelt, aber auch durch eindringende Fremdkörper, die nun nicht mehr ausgespült werden, ist sie gereizt.
Zudem können sich Keime leichter festsetzen. Die Folge ist eine Bindehautentzündung, in deren Verlauf sogar kleine Blutgefäße aufplatzen können.

verklebte Augen

verklebte Augen

Ein zu trockenes Auge macht Keimen ein leichteres Spiel. Dagegen wehrt sich das Auge vor allem nachts, indem die Meibomdrüsen vermehrt Sekret absondern. Da der Lidschlag fehlt, wird dieses Sekret jedoch nicht über die Tränenkanäle abtransportiert. Es lagert sich deshalb am Augenrand an und trocknet hier aus. Die Folge: Am Morgen sind die Augen verklebt und haben kleine, meist gelbliche Krusten. Für Sie ist das außerdem das Alarmzeichen: Hier ist eine Infektion im Gange.

Vermehrte Produktion von Tränenflüssigkeit

Vermehrte Produktion von Tränenflüssigkeit

Auch wenn es „trockenes Auge“ heißt, tränende Augen können genau dafür ein Symptom sein. Ist das Auge nämlich zu trocken und hat der Tränenfilm dadurch Lücken, sendet das Auge ein Signal: mehr Feuchtigkeit bitte. Dadurch wird mehr Tränenflüssigkeit produziert. Da diese sich aber auf dem Auge nicht lange halten kann, besteht das Problem fort und das Auge kann dauerhaft tränen.

Blendempfindlichkeit

Blendempfindlichkeit

Ist die Hornhaut durch die mangelnde Feuchtigkeit und die stärkeren Umwelteinflüsse ohnehin schon gereizt, wird sie auch sensibler gegenüber intensivem Licht. Sie werden schneller geblendet als bei einem gesunden Auge.
Da die Oberfläche der Hornhaut durch die Belastung angeraut sein kann, ist außerdem eine allgemeine Sehverschlechterung möglich.

Trockenes Auge oder doch etwas anderes?

Alle genannten Symptome können bei anderen Erkrankungen ebenfalls auftreten. Auch kann das trockene Auge an sich das Symptom einer anderen Augenerkrankung sein. Suchen Sie daher in jedem Fall einen Arzt auf und lassen Sie Ihre Augen untersuchen. Nur so ist eine schnelle und zielgerichtete Therapie möglich.