URSACHEN

Ursachen

Die Benetzung des Auges wird vom vegetativen Nervensystem gesteuert. Wir können sie also nicht willkürlich beeinflussen. Sie ist jedoch von einer ganzen Reihe verschiedener Faktoren abhängig. Dazu zählen Geschlecht, Tageszeit und Lebensalter. Frauen trifft eine mangelhafte Produktion der Tränenflüssigkeit beispielsweise öfter, genauso wie ältere Menschen.
Doch auch eine ganze Reihe von Erkrankungen können für einen Rückgang der Tränenproduktion verantwortlich sein. Dazu zählen:

– Diabetes
– Erkrankungen der Schilddrüse
– Rheuma
– Gefäßerkrankungen
– Hautkrankheiten
– Erkrankungen des Immunsystems
– Verletzungen des Augenlids

Office Dry-Eye – Ursache: Büroarbeit

Office Dry-Eye – Ursache: Büroarbeit

Wer am Schreibtisch arbeitet, leidet besonders häufig unter trockenen Augen. Vor allem im Winter ist die Raumluft häufig zu trocken. Dann macht sich ein typischer Effekt der Bildschirmarbeit bemerkbar: Wir starren auf den Bildschirm. Die Lidschlagfrequenz sinkt. Das Auge wird schlechter benetzt und dadurch trocken.

Zu trockene Raumluft

Zu trockene Raumluft

Heizungen und Klimaanlagen entziehen der Raumluft häufig viel Feuchtigkeit. Durch die trockene Luft nimmt auch der Tränenfilm des Auges schneller Schaden und das Organ wird empfindlicher gegenüber Reizen wie Staub in Luft. Auch Keime haben dann leichteres Spiel. Noch schneller spürbar wird dies, wenn weitere Faktoren hinzutreten.

Blepharitis - Lidrandentzündung

Blepharitis - Lidrandentzündung

Sind die Talgdrüsen verstopft – etwa durch eine Überproduktion von Talg oder eine Infektion – kann sich der Lidrand entzünden. Das Augenlid ist dann verkrustet, gerötet und brennt unangenehm. Durch die Verstopfung der Drüsen ändert sich auch die Zusammensetzung des Tränenfilms und er verdunstet vermehrt.

Erhöhter Cholesterinspiegel

Erhöhter Cholesterinspiegel

Die Erhöhung des Cholesterinspiegels geht häufig mit der sogenannten obstruktiven Meibomdrüsenerkrankung, kurz OMGD, einher. Die verändert die Zusammensetzung des Tränenfilms und begünstigt eine vermehrte Verdunstung. Das Auge wird trocken.

Menopause

Menopause

In den Wechseljahren – meist im fünften Lebensjahrzehnt – verändert sich die hormonelle Lage bei Frauen deutlich. Die Östrogenproduktion fällt stark ab. Neben den bekannteren Wechseljahresbeschwerden wie Hitzewallungen oder Veränderungen der Haut können jetzt auch vermehrt trockene Augen auftreten, da die Hormone auch auf das Auge Einfluss nehmen.

Arten des Trockenen Auges

hypovolämisch Trockene Augen

Hypovolämie besagt, dass von vornherein zu wenig Tränenflüssigkeit vorhanden ist. Das ist bei etwa 20% aller Patienten der Fall. Sie bilden von Anfang an zu wenig Tränenflüssigkeit aus und der Film auf dem Auge reißt.

Tired woman touching her eyes
Gereizte Augen durch Computerarbeit und schlechte Beleuchtung

evaporativ Trockene Augen

Evaporation ist die Verdunstung – in diesem Fall der Tränenflüssigkeit. Sie betrifft etwa 80% aller Patienten mit trockenem Auge. Hierbei ist der schützende Fettfilm, der durch den Talg der Meibomdrüsen auf dem Tränenfilm gebildet wird, nicht mehr ausreichend. Das trockene Auge entsteht, weil zu viel Tränenflüssigkeit verdunstet. Je höher die Verdunstungsrate ist, umso stärker leidet der Patient in der Regel auch unter dem trockenen Auge.